Beschreibung
3ZW-6/30 Stickstoffkompressor – Dreistufiger ölfreier N2-Booster für Hochdruckprozessanwendungen bis 3,00 MPa
Der 3ZW-6/30 ist ein dreistufiger, dreireihiger, ölfreier Kolben-Stickstoffkompressor, der für eine Fördermenge von 6 m³/min bei einem Förderdruck von 3,00 MPa ausgelegt ist. Er eignet sich für die Stickstoffeinspritzung unter Ultrahochdruck, Gasflaschenabfüllanlagen und anspruchsvolle chemische Syntheseprozesse. Ölfreie Arbeitsweise, robuste Mehrstufenarchitektur und optimierter Dauerbetrieb unter extremen Drücken zeichnen ihn aus.
Produktübersicht
Der 3ZW-6/30 Stickstoffkompressor stellt die Spitze unserer ölfreien Kolbenkompressortechnologie dar und wurde speziell für Anwendungen entwickelt, die sowohl eine hohe Förderleistung als auch einen extrem hohen Förderdruck erfordern. Mit einer Nennleistung von 6 m³/min und ein außergewöhnlicher 3,00 MPa EntladedruckDieses Gerät gehört zum Hochdrucksegment unseres Portfolios an industriellen Stickstoffkompressoren und dient den anspruchsvollsten Prozessanwendungen in der Chemie-, Petrochemie- und Gasverteilungsindustrie.
Die Bezeichnung „3ZW“ bedeutet dreistufig, dreireihig (三列三级) Die Architektur ist grundlegend für das Erreichen des Auslassdrucks von 3,00 MPa bei gleichzeitiger Gewährleistung von thermischer Stabilität und mechanischer Zuverlässigkeit. Jede der drei Verdichtungsstufen arbeitet mit einem moderaten Druckverhältnis, wobei separate Zwischenkühler zwischen den Stufen die Kompressionswärme abführen. Dieser mehrstufige Ansatz ist unerlässlich, da das Gesamtdruckverhältnis vom Atmosphärendruck am Einlass bis 3,00 MPa die sicheren Betriebsgrenzen ein- oder zweistufiger Konstruktionen sowohl hinsichtlich der Auslasstemperatur als auch der mechanischen Belastung von Kolben und Kurbelwelle überschreitet.
Was den 3ZW-6/30 von herkömmlichen Alternativen unterscheidet, ist seine vollständig ölfreier KompressionswegDie Kolbenringe und Gleitringe sind präzisionsgefertigt aus hochentwickelten, selbstschmierenden PTFE-Verbundwerkstoffen und arbeiten ohne Kohlenwasserstoffschmierstoffe. Bei einem Auslassdruck von 3,00 MPa ist das Risiko von Öldampfmitriss exponentiell höher als bei Niederdruckanwendungen. Daher ist die ölfreie Konstruktion nicht nur vorteilhaft, sondern für jede Anwendung, die hochreinen Stickstoff erfordert, absolut notwendig. Das Gerät erreicht ISO 8573-1 Klasse 0 Zertifizierung von Natur aus, ohne nachgeschaltete Ölfiltrationsanlagen.

Technische Daten – 3ZW-6/30
| Parameter | Wert | Einheit |
|---|---|---|
| Modell | 3ZW-6/30 | – |
| Muster | Dreistufig, dreireihig (三列三级) | – |
| Kapazität | 6 | m³/min |
| Entladedruck | 3.00 | MPa |
| Kompressorgröße (L × B × H) | 1845 × 1660 × 2360 | mm |
| Gewicht | 3.00 | T |
| Leistung | 75 | kW |
| Stromspannung | 380 | V |
| Gasmedium | Stickstoff (N₂) | – |
| Schmierung | Ölfrei | – |
* Alle Spezifikationen beziehen sich auf Standardreferenzbedingungen (ISO 1217, Anhang C). Die tatsächliche Leistung kann je nach Standorthöhe, Umgebungstemperatur und Einlassbedingungen variieren.
Hauptmerkmale und technische Vorteile
1. Dreistufige Kompression für Ultrahochdruck
Der dreistufige, dreireihige Architektur Die Konstruktion des 3ZW-6/30 bildet die technische Grundlage für einen Austrittsdruck von 3,00 MPa mit ölfreier Kolbentechnologie. Das Gesamtdruckverhältnis von ca. 30:1 bis 60:1 (bezogen auf den atmosphärischen Einlass) verteilt sich auf drei Kompressionszylinder, wobei jede Stufe mit einem Druckverhältnis von ca. 3:1 bis 4:1 arbeitet. Dieses mehrstufige Verfahren ist thermodynamisch unerlässlich, da eine einstufige Kompression auf 3,00 MPa Austrittstemperaturen von über 300 °C erzeugen würde – weit jenseits der zulässigen Betriebsgrenze von PTFE-Dichtungsmaterialien. Zwischen den einzelnen Stufen führt ein spezieller, hocheffizienter Rohrbündel-Zwischenkühler die Kompressionswärme ab und hält die Austrittstemperaturen in allen Stufen unter 155 °C. Dieses Wärmemanagement erhält die Integrität der PTFE-Ringe und verlängert die Lebensdauer der Ventilplatten um ca. 50% im Vergleich zu zweistufigen Konstruktionen mit vergleichbarem Druckverhältnis.
2. Fortschrittliches, ölfreies PTFE-Hochdruckdichtungssystem
Der 3ZW-6/30 verwendet eine proprietäre Technologie selbstschmierende Kolbenring- und Führungsbandbaugruppe Hergestellt aus hochleistungsfähigen PTFE-Verbundwerkstoffen, die speziell für den Einsatz bei 3,00 MPa entwickelt wurden. Diese Ringe sind mit Glasfasern, Bronzepartikeln und Molybdändisulfid verstärkt, um ohne externe Kohlenwasserstoffschmierung einen Reibungskoeffizienten unter 0,05 zu erreichen. Bei einem Auslassdruck von 3,00 MPa wäre der Partialdruck des Öldampfs etwa 10-mal höher als bei 0,30 MPa, wodurch die Ölverschmutzung exponentiell stärker und die Entfernung stromabwärts deutlich schwieriger wäre. Die ölfreie Konstruktion des 3ZW-6/30 erreicht dies. ISO 8573-1 Klasse 0 Zertifizierung Ohne nachgeschaltete Filtrations-, Koaleszenz- oder Adsorptionsanlagen. Die PTFE-Formulierung ist für den Dauerbetrieb bei Temperaturen bis zu 185 °C ausgelegt und verfügt über eine Sicherheitsreserve, die kurzzeitige Temperaturschwankungen beim Anfahren und bei Laständerungen ausgleicht.
3. Dreireihige Gegenzylinder-Kraftwaage
Der Hauptrahmen ist gegossen aus GG25 Grauguss mit verstärkten Wandabschnitten und integrierten Kühlwasserkanälen. dreireihige Anordnung mit gegenüberliegenden Zylindern bietet im Vergleich zu ein- oder zweireihigen Konstruktionen eine überlegene Kräftebalance, da sich die Trägheitskräfte erster und zweiter Ordnung weitgehend selbst aufheben. Dieser mechanische Vorteil ist besonders wichtig für Hochdruckkompressoren, bei denen die maximalen Gaskräfte auf die Kolben deutlich höher sind als bei Niederdruckanwendungen. Die dreireihige Konfiguration reduziert die auf das Fundament übertragenen Unwuchtkräfte um über 851 TP3T im Vergleich zu einreihigen Konstruktionen. Dies ermöglicht die Installation auf einem leichteren Stahlbeton-Trägheitsblock (mindestens 5 Tonnen) und verringert das Risiko von vibrationsbedingter Materialermüdung in angeschlossenen Rohrleitungssystemen. Die kompakten Abmessungen –1845 × 1660 × 2360 mm—sind bemerkenswert für einen dreistufigen Kompressor dieser Druckklasse; erreicht wird dies durch eine vertikal gestapelte Zylinderanordnung, die den Platzbedarf der Maschine minimiert.
4. Standardmäßiger 380-V-Industriemotorantrieb
Der 3ZW-6/30 wird angetrieben von einem 75 kW, 380 V, 50 Hz Drehstrom-Induktionsmotor Die Maschine entspricht der Effizienzklasse IE3 gemäß IEC 60034-1. Die standardmäßige Niederspannungskonfiguration lässt sich direkt in bestehende 380-V-Industrieverteiler integrieren, ohne dass Mittelspannungsschaltanlagen oder Abwärtstransformatoren erforderlich sind. Diese elektrische Einfachheit ist besonders vorteilhaft für die 3ZW-6/30, da ihr moderater Leistungsbedarf (75 kW) den Aufwand und die Kosten einer Mittelspannungsinfrastruktur nicht rechtfertigt. Der Motor ist über eine flexible Scheibenkupplung direkt mit der Kurbelwelle verbunden, wodurch der Wartungsaufwand und die Effizienzverluste herkömmlicher Riemen- oder Getriebeantriebe entfallen.

Anwendungsszenarien
Befüllung von Ultrahochdruck-Stickstoffzylindern
Der 3ZW-6/30 ist der ideale Primärverstärker für Stickstoffflaschen-Füllstationen Der Kompressor bedient die Märkte für Industrie-, Medizin- und Spezialgase. Obwohl sein Auslassdruck von 3,00 MPa die für die direkte Zylinderbefüllung erforderlichen 15–20 MPa nicht erreicht, dient er als hocheffiziente Zwischenstufe, die das für nachgeschaltete Hochdruck-Füllkompressoren benötigte Verdichtungsverhältnis deutlich reduziert. In einer typischen Füllstationskonfiguration erhöht der 3ZW-6/30 den Stickstoffdruck von 0,05–0,10 MPa auf 3,00 MPa. Anschließend vervollständigt ein kompakter Hochdruck-Membran- oder Kolbenkompressor die Befüllung auf 20 MPa. Dieses mehrstufige Verfahren verbessert die Gesamtsystemeffizienz um 25–35 % im Vergleich zur einstufigen Hochdruckverdichtung ab Atmosphärendruck. Die ölfreie Konstruktion ist für die Zylinderbefüllung unerlässlich, da jegliche Ölverunreinigungen in den befüllten Zylindern eingeschlossen und an die Endverbraucher abgegeben würden. Dies könnte deren Prozesse beeinträchtigen und die Füllstation Haftungsrisiken aussetzen.

Chemische Synthese & Hochdruckreaktor-Inertisierung
In chemischen Prozessanlagen 3ZW-6/30 Stickstoffkompressor liefert Stickstoff unter ultrahohem Druck für Hochdruckreaktor-Inertisierung, Katalysatorbett-Erhaltung und Not-Druckentlastung Prozessbehälter. Der Auslassdruck von 3,00 MPa reicht aus, um Stickstoff in Reaktoren einzuleiten, die mit Drücken bis zu 2,5 MPa betrieben werden, und gewährleistet so in allen Betriebsphasen eine positive Schutzgasatmosphäre. Die dreistufige Kompression stellt sicher, dass der Stickstoff thermisch stabil und frei von Ölverunreinigungen bleibt. Dies ist in der chemischen Synthese von entscheidender Bedeutung, da selbst Spuren von Verunreinigungen Katalysatoren vergiften, unerwünschte Nebenreaktionen auslösen oder die Produktreinheit beeinträchtigen können. Die Kapazität von 6 m³/min ermöglicht die gleichzeitige Versorgung mehrerer Hochdruckreaktoren über einen zentralen Stickstoffverteiler.
Gasverflüssigung und kryogene Lagerung – Druckerhaltung
In Stickstoffverflüssigungsanlagen und kryogenen Lagereinrichtungen dient der 3ZW-6/30 als Hochdruckverstärker Diese Anlage komprimiert Stickstoffdampf aus Lagertanks oder Rekondensatoren auf den für die Verteilung oder Weiterverarbeitung erforderlichen Druck. Der Austrittsdruck von 3,00 MPa ist ausreichend, um Stickstoff durch Wärmetauscher, Rekondensatoren und Verteilungsnetze in kleinen bis mittelgroßen Verflüssigungsanlagen zu leiten. Die ölfreie Konstruktion ist unerlässlich, da jegliche Ölverunreinigung im Hochdruckstickstoff in das Kryosystem gelangen, dort gefrieren und die Wärmetauscherkanäle verstopfen würde. Dies hätte Betriebsstörungen und kostspielige Wartungsarbeiten zur Folge. Die dreistufige Kompression mit Zwischenkühlung gewährleistet, dass der Stickstoff während des gesamten Kompressionsprozesses auf einer kontrollierbaren Temperatur bleibt und verhindert so thermische Schäden an nachgeschalteten Kryoanlagen.

Stickstoffinjektion in Öl- und Gasquellen
Bei der Öl- und Gasförderung wird Stickstoff unter hohem Druck in die Bohrlöcher eingespritzt, um verbesserte Ölgewinnung (EOR), Bohrlochstimulation und Gaslift-OperationenDer Förderdruck von 3,00 MPa des 3ZW-6/30 ist für viele Anwendungen in flachen bis mitteltiefen Bohrungen ausreichend, bei denen Stickstoff zur Verdrängung von Öl, zur Reduzierung des Lagerstättendrucks oder zur Förderung von Produktionsflüssigkeiten an die Oberfläche eingesetzt wird. Die ölfreie Konstruktion verhindert eine Kohlenwasserstoffverunreinigung der Lagerstätte, welche die Permeabilität der Formation verändern und die Ölgewinnungseffizienz verringern könnte. Die Förderleistung von 6 m³/min ermöglicht die kontinuierliche Stickstoffinjektion für umfangreiche Bohrlochstimulationskampagnen oder intermittierende Gaslift-Operationen für mehrere Bohrungen.
Material & Konstruktion
Der 3ZW-6/30 ist aus hochwertigen Materialien gefertigt, die aufgrund ihrer Eignung für ultrahohe Stickstoffdrücke, ihrer Wärmebeständigkeit und ihrer langen Lebensdauer ausgewählt wurden:
| Komponente | Material | Spezifikation |
|---|---|---|
| Zylinderblock (1. Stufe) | Grauguss | GG25 / HT250, Standardwandstärke |
| Zylinderblock (2. Stufe) | Grauguss | GG25 / HT250, verstärkte Wand + Rippen |
| Zylinderblock (3. Stufe) | Grauguss | GG25 / HT250, hochbelastbare, verstärkte Wand |
| Kurbelwelle | Geschmiedeter legierter Stahl | 42CrMo4, Q&T, ISO 1940 G2.5 dynamisch ausgewuchtet |
| Kolbenringe | PTFE-Glas-Bronze-MoS₂-Verbundwerkstoff | Für Ultrahochdruck geeignet, selbstschmierend, max. 185 °C |
| Reiterbänder | PTFE-Verbundwerkstoff | Kolbenführung, Verschleißschutz, Verschleißrate <0,04 mm/1000 h |
| Ventilplatten | Edelstahl | SS316, Hochdruck-Konzentrische-Ring-Ausführung |
| Ladeluftkühler (×2) | Gehäuse aus Kohlenstoffstahl / Rohre aus Edelstahl 316 | ASME VIII Div.1, 1,5-fache Druckprüfung, 30 min Haltezeit |
| Ladeluftkühler | Gehäuse aus Kohlenstoffstahl / Rohre aus Edelstahl 316 | Hochdruck-Rippenrohr, 32 °C Kühlwasser |
| Hochdruckleitungen | Nahtloser Edelstahl | Edelstahl 316, ANSI-Klasse 900 Flansche |
Alle drucktragenden Bauteile werden in strikter Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen konstruiert und gefertigt. ASME BPVC Abschnitt VIII Division 1 oder nach chinesischem GB 150-Standard. Jede Schweißverbindung wird gemäß ASME Section V, Article 2, einer Röntgenprüfung (RT) nach 100% unterzogen, und jeder fertige Druckbehälter wird einer hydrostatischen Druckprüfung mit dem 1,5-fachen des maximal zulässigen Betriebsdrucks (MAWP) für eine Haltezeit von mindestens 30 Minuten unterzogen. Hochdruck-Rohrleitungssysteme werden aus nahtlosem Edelstahl SS316 mit Flanschverbindungen nach ANSI Klasse 900 gefertigt, um Dichtheit bei einem Betriebsdruck von 3,00 MPa zu gewährleisten.

Installations- und Wartungsrichtlinien
Fundament- und Strukturanforderungen
Der 3ZW-6/30 hat ein Trockengewicht von 3,00 Tonnen und einen Schwerpunkt ca. 800 mm über der Grundplatte. Dank der dreireihigen Gegenzylinderkonstruktion sind die Unwuchtkräfte trotz des Betriebs unter extrem hohem Druck minimal, was die Installation auf einer Stahlbeton-Trägheitsblock von 5–6 TonnenDer Block sollte auf elastischen Schwingungsdämpfern (Eigenfrequenz 7–10 Hz) montiert werden. Mindestfreiraumanforderungen: 1,2 m auf der Nichtantriebsseite für den Ventilzugang, 1,0 m auf der Antriebsseite für die Motorwartung und 1,5 m nach oben für den Kranzugang. Besonderes Augenmerk ist auf die Hochdruck-Druckleitung zu legen, die mit Federaufhängungen ordnungsgemäß abgestützt und verankert werden muss, um vibrationsbedingte Materialermüdung bei 3,00 MPa zu vermeiden. Alle Hochdruckanschlüsse sind nach der Installation einer Ultraschallprüfung zu unterziehen.
Auslegung des Kühlwassersystems
Der Kühlwasserbedarf beträgt ungefähr 15 m³/h Die Einlasstemperatur darf 32 °C nicht überschreiten. Der Wasserverteilungskreislauf versorgt die Zylindermäntel und zwei Zwischenkühler in parallelen Zweigen. Aufgrund der dreistufigen Verdichtung und des hohen Druckverhältnisses sind die Zwischenkühler für das Wärmemanagement absolut entscheidend und müssen jederzeit ausreichend mit Kühlwasser versorgt werden. Die Wasserqualitätsvorgaben lauten: pH-Wert 6,5–8,5, Gesamtgehalt an gelösten Feststoffen < 500 mg/l, Chloridgehalt < 50 mg/l (um Korrosion an SS316-Rohren zu verhindern), Schwebstoffe < 30 mg/l und Gesamthärte < 300 mg/l als CaCO₃. Für alle Anlagen wird ein geschlossener Kühlturm mit Seitenstromfiltration und chemischer Aufbereitung dringend empfohlen, um eine gleichbleibende Wasserqualität zu gewährleisten und Ablagerungen in den Zwischenkühlern zu vermeiden.
Wartungsplan
| Intervall | Serviceartikel | Handlungsbedarf erforderlich |
|---|---|---|
| Täglich | Betriebsprüfung | Prüfen Sie Vibrationen, ungewöhnliche Geräusche, Kühlwasserdurchfluss und Auslassdruck/-temperatur in allen Phasen. |
| 250 Stunden | Ventilplattenprüfung (Alle Stufen) | Alle Saug-/Druckventile ausbauen und auf Kohlenstoffablagerungen, Federermüdung und Risse prüfen. |
| 1.000 Stunden | Beurteilung des Kolbenringverschleißes (Alle Phasen) | Messen Sie das Nutspiel in allen Arbeitsschritten; tauschen Sie die Kolbenringe aus, wenn das Spiel 0,18 mm überschreitet. |
| 2.500 Stunden | Zwischenüberholung | Ersetzen Sie alle Kolbenringe, Kolbenringe und Ventilplattenbaugruppen in allen drei Stufen. |
| 5.000 Stunden | Generalüberholung | Kurbelwellenzapfen prüfen, alle Lagerspiele messen, Lager austauschen, wenn >0,06 mm |
Die ölfreie Konstruktion des 3ZW-6/30 vereinfacht die Wartung im Vergleich zu geschmierten Alternativen erheblich. Ölwechsel, Ölanalysen, Filterwechsel und der Austausch der Separatorpatrone entfallen. Die wichtigsten Verschleißteile sind die PTFE-Kolbenringe und -ZündbänderDiese erreichen typischerweise eine Betriebsdauer von 2.500 bis 4.000 Stunden unter Reinstickstoffbedingungen bei Ultrahochdruck. Die Hochdruckventilplatten (insbesondere der dritten Stufe) müssen aufgrund der höheren mechanischen Belastung möglicherweise häufiger überprüft werden als ihre Niederdruck-Pendants. Der Gesamtwartungsaufwand ist jedoch deutlich geringer als bei ölgeschmierten Systemen mit vergleichbarer Druckleistung.

Konformitäts- und Sicherheitszertifizierungen
Der Stickstoffkompressor 3ZW-6/30 wurde so konstruiert, gefertigt und geprüft, dass er die folgenden internationalen Normen und regulatorischen Rahmenbedingungen erfüllt oder übertrifft:
ASME BPVC Abschnitt VIII Div.1, GB 150-2011, PED 2014/68/EU Modul A
IEC 60034-1 (IE3-Effizienz), IEC 60204-1, ISO 12100 Maschinensicherheit
ISO 8573-1 Klasse 0 (Ölgehalt), unabhängig geprüft vom TÜV Rheinland
ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement), ISO 14001:2015 (Umweltmanagement)
Stickstoff ist als einfaches Erstickungsgas eingestuft. Bei einem Auslassdruck von 3,00 MPa ist das Risiko einer schnellen Gasfreisetzung und Sauerstoffverdrängung extrem hoch. Alle 3ZW-6/30-Anlagen müssen eine kontinuierliche Sauerstoffmangelüberwachung im Kompressorraum und allen angrenzenden Bereichen umfassen. Hochdruckauslassleitungen müssen mit Druckbegrenzungsventilen mit einem Nenndruck von 1101 TP3T des maximal zulässigen Betriebsdrucks (MAWP) und Berstscheiben als sekundären Schutz ausgestattet sein. Der Auslass muss an einen sicheren Ort geleitet werden. Alle Hochdruckleitungen müssen gemäß ASME B31.3 (Prozessrohrleitungen) konstruiert, gefertigt und geprüft werden. Belüftungssysteme müssen gemäß OSHA 29 CFR 1910.146 einen Umgebungs-Sauerstoffgehalt von über 19,51 TP3T aufrechterhalten. Notabschaltverriegelungen sollten bei 19,51 TP3T O₂ (Alarm) aktivieren und bei 18,01 TP3T O₂ (harte Abschaltung) die automatische Isolierung auslösen. Das Personal muss in den Sicherheitsvorkehrungen für Hochdruckgase geschult sein und die entsprechende persönliche Schutzausrüstung tragen, bevor es diese Geräte bedient oder wartet. Während der Druckprüfung oder der ersten Inbetriebnahme darf sich kein Personal im Kompressorraum aufhalten.

Leistungs- und Effizienzanalyse
Der 3ZW-6/30 erreicht eine spezifischer Stromverbrauch von ca. 12,50 kW pro m³/min Stickstoff wird mit einem Austrittsdruck von 3,00 MPa aus der Atmosphäre zugeführt. Diese spezifische Leistung spiegelt die thermodynamische Realität der Ultrahochdruckkompression wider, bei der der Arbeitsaufwand mit dem Druckverhältnis deutlich ansteigt. Im Segment der ölfreien Ultrahochdruck-Kolbenkompressoren (Austrittsdruck > 2,50 MPa) ist dieser Wirkungsgrad wettbewerbsfähig und deutlich höher als der von Membrankompressoren, die die wichtigste Alternative für ölfreie Ultrahochdruckanwendungen darstellen. Zum Vergleich: Ölgeschmierte Hubkolbenkompressoren in ähnlichen Ultrahochdruckanwendungen verbrauchen typischerweise 13,0–15,0 kW/m³/min, während Membrankompressoren über 18 kW/m³/min erreichen können.
Bei einem üblichen jährlichen Betriebszyklus von 8.000 Stunden ergibt sich durch den Effizienzvorteil des 3ZW-6/30 gegenüber weniger effizienten Alternativen ein Wert von ca. 72.000–144.000 kWh jährliche EnergieeinsparungBei $0,08/kWh entspricht dies einer direkten Stromkostenreduktion von $5.760–$11.520 pro Jahr. Die primäre wirtschaftliche Rechtfertigung für die 3ZW-6/30 liegt jedoch typischerweise in der Eliminierung von ölbezogenen Verbrauchsmaterialien und Vermeidung nachgelagerter Ölentfernungsanlagen Das wäre bei geschmierten Alternativen auf diesem Druckniveau zwingend erforderlich. Gesamtbetriebskosten für die Ultrahochdruck-Stickstoffkompression wird um schätzungsweise 30–45% über eine 10-jährige Betriebsdauer reduziert, wenn der ölfreie Betrieb mit geschmierten Systemen mit vollständiger nachgelagerter Reinigung verglichen wird.
Die Ölfreiheit im Kompressionspfad ist insbesondere bei extrem hohem Druck von Vorteil, da die Ölverunreinigung mit steigendem Druck exponentiell zunimmt und immer schwieriger zu entfernen ist. Bei 3,00 MPa wäre der Partialdruck des Öldampfs etwa 15-mal höher als bei 0,30 MPa, wodurch nachgeschaltete Ölfiltrationssysteme praktisch wirkungslos und extrem teuer würden. Die ölfreie Konstruktion des 3ZW-6/30 beseitigt dieses Problem vollständig und gewährleistet so die Stickstoffreinheit unabhängig vom Betriebsdruck.
Anpassungs- und OEM-Fähigkeiten
Wir bieten umfassende Anpassungsmöglichkeiten, um den 3ZW-6/30 an spezifische Standortbedingungen, Integrationsanforderungen und Endbenutzerspezifikationen anzupassen:
- Auf Kufen montierte, schlüsselfertige Pakete: Vormontierter Kompressor, Motor, drei Zwischenkühler, Nachkühler, Hochdruck-Auslassleitungen, Instrumentierung und Bedienfeld auf einem Stahlrahmen mit integrierten Hebeösen und Ankerbolzenvorlagen. Die werkseitige Vorprüfung aller Systeme reduziert die Inbetriebnahmezeit um 701 µP/3T.
- Konfigurationen von Gefahrenbereichen: ATEX-Zone-2- und IECEx-konforme Motor- und Elektrogehäuse für petrochemische Anlagen. Integrierte Gasdetektion, automatische Belüftungsverriegelungen und explosionsgeschützte Messtechnik.
- Erweiterte Prozesssteuerung: Optionale Siemens S7-1200 oder Allen-Bradley CompactLogix SPS mit 10-Zoll-HMI-Touchscreen, Fernüberwachung via Modbus TCP/IP oder OPC-UA und nahtloser DCS/SCADA-Integration. Automatische, stufenweise Drucküberwachung und Alarmsysteme. Hochdrucksicherheitsverriegelungen inklusive automatischer Entlastung bei Überdruck und Notabsperrventilen in allen Stufen.
- Umweltschutz: C5-M-Marinebeschichtungen für Küsteninstallationen; tropentaugliche elektrische Komponenten für 55°C Umgebungstemperatur; IP54-zertifizierte Schallschutzgehäuse, die den Geräuschpegel in 1 Meter Entfernung von 85 dB(A) auf 72 dB(A) reduzieren.
- OEM & Private Label: Individuelle Lackfarben, Marken-Namensschilder und lokalisierte Dokumentationspakete für Gasgerätehändler und Systemintegratoren.
Kundenspezifische Konfigurationen sind erhältlich bei Mindestbestellmenge: 1 StückDie technische Prüfung und Angebotserstellung dauern in der Regel 5–7 Werktage. Die Standardlieferzeit beträgt 12–14 Wochen; Nachbestellungen werden innerhalb von 8–10 Wochen nach Auftragsbestätigung geliefert.

Fallstudie: Modernisierung der Stickstoffeinspritzung in einer chemischen Syntheseanlage
Kunde: Ein Spezialchemikalienhersteller in Indonesien, der Hochdruck-Batchreaktoren für die Polymerproduktion betreibt
Herausforderung: Die Anlage benötigte Stickstoff unter ultrahohem Druck (2,80–3,00 MPa) zur Reaktorinertisierung und zum Schutz des Katalysatorbetts während der Batch-Polymerisationszyklen. Der vorhandene ölgeschmierte Kompressor (importierte europäische Marke, seit 12 Jahren im Einsatz) wies erhebliche Ölverschleppungen in den Stickstoffstrom auf, wobei die Verunreinigungswerte 5,2 mg/m³ erreichten. Diese Ölverunreinigung vergiftete den Ziegler-Natta-Polymerisationskatalysator, reduzierte dessen Effizienz um 301 µP/3T und führte zu Polymerchargen außerhalb der Spezifikation. Das Öl lagerte sich zudem auf den Wärmeübertragungsflächen des Reaktors ab, was eine vierteljährliche chemische Reinigung erforderlich machte. Die jährlichen Wartungskosten waren auf 65.000 £ gestiegen.
Lösung: Wir lieferten eine 3ZW-6/30 ölfreier Stickstoffkompressor Als primäre Hochdruck-Stickstoffquelle diente eine auf einem kundenspezifischen Rahmen montierte Anlage mit drei integrierten Zwischenkühlern, einem Nachkühler und einer Siemens S7-1200 SPS-Steuerung mit stufenweiser Drucküberwachung. Der Auslassdruck von 3,00 MPa erfüllte die Anforderungen an die Reaktorinertisierung mit ausreichendem Sicherheitsspielraum. Die ölfreie Konstruktion verhinderte Katalysatorvergiftung und Reaktorverschmutzung. Ein 2 m³ fassender Ausgleichsbehälter wurde vorgeschaltet, um Bedarfsschwankungen im Batch-Reaktorzyklus abzufedern.
Quantifizierte Ergebnisse nach 18 Monaten:
- Stickstoffgehalt des Öls: Reduzierung von 5,2 mg/m³ auf <0,01 mg/m³, Erreichen der ISO 8573-1 Klasse 0
- Katalysatoreffizienz: Auf 95% wiederhergestellt (aus 65%), wodurch der Katalysatorverbrauch um 32% reduziert wird
- Chargen außerhalb der Spezifikation: Vollständig eliminiertEinsparung von $45.000/Jahr an Nacharbeitskosten
- Reinigungshäufigkeit des Reaktors: Reduzierung von vierteljährlich auf jährlichEinsparung von 18.000 TP4T pro Jahr
- Jährliche Wartungskosten: Reduziert um 48% ($65.000 bis $33.800)
- Amortisationszeitraum: 1,6 Jahre basierend auf Katalysatoreinsparungen, Vermeidung von Nacharbeiten und Reduzierung des Wartungsaufwands
„Das 3ZW-6/30 hat unseren Polymerisationsprozess grundlegend verändert. Durch die Beseitigung von Ölverunreinigungen konnte die Katalysatorleistung wieder auf das Sollniveau gebracht und das Problem mit Chargen außerhalb der Spezifikation beseitigt werden. Unser Wartungsteam kann sich nun auf vorbeugende Maßnahmen konzentrieren, anstatt dringende Reparaturen im Zusammenhang mit Öl durchzuführen. Die Amortisation erfolgte schneller als von unserer Finanzabteilung prognostiziert.“ — Produktionsleiter, Spezialchemieanlage

Häufig gestellte Fragen & Auswahlhilfe
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